SAP Commerce-Aus am 31.07.2026: 3 Migrationspfade für Hersteller

Am 31. Juli 2026 endet die Mainstream-Wartung für SAP Commerce On-Premise. Für viele mittelständische Hersteller und Großhändler bedeutet das: Die B2B-Plattform, auf der jahrelang Geschäftsprozesse und Kundenbeziehungen aufgebaut wurden, verliert ihre technische Grundlage. Wer jetzt noch keine Migrationsstrategie entwickelt hat, steht unter erheblichem Zeitdruck. Die Frage ist nicht mehr, ob migriert wird – sondern wohin und wie. Commerce Partner begleitet seit 1999 Unternehmen im digitalen B2B-Vertrieb und hat in über 2.500 Projekten drei zentrale Migrationspfade identifiziert, die für Hersteller im Mittelstand tragfähig sind.

Warum die SAP Commerce-Migration mehr ist als ein Systemwechsel

Die Entscheidung für einen neuen B2B-Commerce-Stack ist keine reine IT-Frage. Sie betrifft Vertriebsprozesse, Kundenbeziehungen, Datenhoheit und langfristige Skalierbarkeit. Viele Unternehmen haben SAP Commerce über Jahre hinweg an ihre Abläufe angepasst – mit individuellen Workflows, Preislogiken und ERP-Anbindungen. Ein Systemwechsel bedeutet, diese gewachsenen Strukturen zu bewerten, zu konsolidieren und neu aufzusetzen.

Gleichzeitig eröffnet die Migration die Chance, veraltete Prozesse zu modernisieren. Starre Monolithen weichen modularen, flexiblen Architekturen. Neue Technologien wie Headless-Ansätze oder Composable Commerce ermöglichen es, Vertriebskanäle schneller zu skalieren und internationale Märkte effizienter zu erschließen. Wer die Migration strategisch nutzt, gewinnt nicht nur technische Stabilität, sondern auch Wettbewerbsvorteile. Wer sie verschleppt, riskiert Sicherheitslücken, steigende Wartungskosten und den Verlust von Marktanteilen an agilere Wettbewerber.

Drei bewährte Migrationspfade im Vergleich

Aus der Praxis heraus haben sich drei Migrationspfade herauskristallisiert, die für mittelständische Hersteller und Großhändler funktionieren. Jeder Pfad hat seine Berechtigung – abhängig von Ausgangslage, Budget, Zeitrahmen und strategischen Zielen.

Pfad 1: Shopware als moderne Composable-Alternative

Shopware hat sich in den letzten Jahren als führende B2B-Commerce-Plattform im deutschsprachigen Raum etabliert. Die Plattform bietet eine ausgereifte Architektur, die sich für komplexe Kundenstrukturen, individuelle Preislogiken und mehrstufige Vertriebsmodelle eignet. Typische Ausgangslage: Hersteller mit gewachsenen SAP-Strukturen, die eine moderne, wartbare Lösung suchen, ohne in Cloud-Abhängigkeiten zu geraten. Vorteile: Schnelle Implementierung (oft 3–6 Monate), hohe Flexibilität durch Plugin-Ökosystem, starke Community und Entwickler-Verfügbarkeit im DACH-Raum. Risiken: Customizing kann teuer werden, wenn Altprozesse 1:1 nachgebaut werden. Zeitrahmen: 4–8 Monate bis Go-Live, abhängig von Integrationstiefe.

Pfad 2: ERP-driven Commerce mit eng integriertem System

Einige Hersteller setzen auf eine Commerce-Lösung, die direkt aus dem ERP heraus gesteuert wird – etwa über Module wie SAP Customer Activity Repository oder spezialisierte Middleware-Lösungen. Typische Ausgangslage: Starke ERP-Zentrierung, hohe Prozesstiefe in Warenwirtschaft und Logistik, geringe Anforderungen an Frontend-Flexibilität. Vorteile: Nahtlose Datenintegration, weniger Schnittstellenkomplexität, oft geringere Initialkosten. Risiken: Eingeschränkte Marketing- und UX-Möglichkeiten, Abhängigkeit vom ERP-Hersteller, schwierigere Skalierung bei internationalen Märkten. Zeitrahmen: 6–12 Monate, stark abhängig von ERP-Release-Zyklen.

Pfad 3: Schrittweiser Headless-Umstieg

Der Headless-Ansatz trennt Frontend (Storefront) und Backend (Commerce-Engine, ERP, PIM) technisch voneinander. Das ermöglicht maximale Flexibilität bei der Gestaltung von Kundenerlebnissen und die parallele Bedienung mehrerer Kanäle (Web, App, Marktplätze). Typische Ausgangslage: Hersteller mit internationalen Märkten, hohen UX-Anforderungen oder dem Wunsch nach schrittweiser Migration (z. B. erst Webshop, später Portale). Vorteile: Höchste Flexibilität, zukunftssichere Architektur, einfache Skalierung neuer Touchpoints. Risiken: Höherer initialer Entwicklungsaufwand, benötigt erfahrene Entwicklerteams, Gefahr von Overengineering. Zeitrahmen: 6–18 Monate, je nach Komplexität und Phasenplanung.

Entscheidungskriterien und ROI-Betrachtung

Die Wahl des richtigen Migrationspfads hängt von vier zentralen Faktoren ab: Zeitdruck, Budget, strategische Ziele und interne Ressourcen. Wer bis Ende Juli 2026 migrieren muss, kann sich keinen 18-Monats-Plan leisten – hier empfiehlt sich Shopware oder eine ERP-getriebene Lösung. Wer langfristig internationale Märkte erschließen will, sollte Headless-Ansätze prüfen, auch wenn der initiale Aufwand höher ist.

Aus ROI-Sicht gilt: Eine gut geplante Migration amortisiert sich in der Regel innerhalb von 18–24 Monaten. Einsparungen entstehen durch reduzierte Wartungskosten, effizientere Vertriebsprozesse und die Erschließung neuer Kundengruppen. Ein Beispiel: Ein mittelständischer Hersteller mit 50 Millionen Euro Jahresumsatz konnte durch die Migration auf Shopware seine Bestellabwicklungskosten um 30 Prozent senken und gleichzeitig den Online-Anteil am Gesamtumsatz von 8 auf 22 Prozent steigern – innerhalb von zwei Jahren.

Wichtig ist, typische Fallen zu vermeiden. Dazu gehört der Versuch, alle Altprozesse 1:1 in die neue Plattform zu übertragen. Oft sind diese historisch gewachsen und ineffizient. Eine Migration ist die Gelegenheit, Prozesse zu hinterfragen und zu standardisieren. Ebenso kritisch: die Unterschätzung von Datenmigrationsaufwänden. Produktdaten, Kundenstrukturen und Preislogiken müssen sauber überführt werden – das bindet Ressourcen und sollte frühzeitig eingeplant werden.

Fazit: Jetzt handeln, strategisch planen

Das SAP Commerce End of Life am 31. Juli 2026 ist keine Bedrohung, sondern eine Chance zur Modernisierung. Wer jetzt eine fundierte Migrationsstrategie entwickelt, sichert nicht nur seine technische Basis, sondern verschafft sich Wettbewerbsvorteile durch flexiblere, skalierbare Plattformen. Die Wahl zwischen Shopware, ERP-driven Commerce oder Headless-Ansätzen sollte auf Basis konkreter Geschäftsziele, Zeitrahmen und Ressourcen getroffen werden – nicht auf Basis von Technologie-Trends.

Commerce Partner unterstützt seit 26 Jahren Hersteller und Großhändler bei strategischen Plattformentscheidungen. Nutzen Sie die verbleibende Zeit und vereinbaren Sie ein kostenloses 30-Minuten-Strategiegespräch unter www.commerce-partner.com/kontakt. Gemeinsam bewerten wir Ihre Ausgangslage, identifizieren den passenden Migrationspfad und entwickeln einen realistischen Fahrplan – damit Ihre B2B-Plattform auch nach 2026 zukunftsfähig bleibt.

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Marcel Woywodt

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