53 % Handarbeit im Einkauf: 5 Routinen, die Ihr Kundenportal übernimmt

Kategoriecover Kundenportal & Self Service | Commerce Partner

Mehr als die Hälfte der Einkaufszeit geht für Handarbeit drauf

Eine aktuelle B2B-Commerce-Studie aus dem Jahr 2026 hat eine Zahl ermittelt, die in vielen Vertriebsrunden für Gesprächsstoff sorgt: 53,6 Prozent der Einkäufer verbringen mehr als ein Viertel ihrer Arbeitszeit mit manuellen Tätigkeiten im Beschaffungsprozess. Angebote per E-Mail anfragen, den Bestellstatus telefonisch erfragen, Rechnungen aus verschiedenen Ordnern zusammensuchen, Artikelnummern aus Katalogen abtippen.

Das Entscheidende daran: Diese Arbeit passiert nicht im eigenen Haus. Sie passiert beim Kunden.

Wer als Lieferant diese Reibung beseitigt, gewinnt Loyalität. Wer sie bestehen lässt, riskiert, dass der Einkäufer beim nächsten Mal zum Wettbewerber greift, der es einfacher macht. Ein B2B Kundenportal ist das Werkzeug, das genau hier ansetzt. Die folgenden fünf Abschnitte zeigen, welche konkreten Routinen es übernimmt und welchen geschäftlichen Nutzen das erzeugt.

Routine 1: Angebote anfragen und vergleichen

Das Problem beim Kunden

Jede Anfrage beginnt mit einer E-Mail, oft mit mehreren Empfängern, Anhängen und dem Hinweis „wie besprochen". Der Einkäufer wartet auf Rückmeldung, hakt nach, vergleicht Antworten manuell in einer Tabellenkalkulation. Bei drei Lieferanten für dasselbe Produkt summiert sich das schnell auf Stunden pro Woche.

Was das Kundenportal übernimmt

Im Self-Service kann der Einkäufer Produkte direkt konfigurieren, Staffelpreise einsehen und bei Bedarf eine Angebotsanfrage mit wenigen Klicks auslösen. Individuelle Konditionen, die mit dem Vertrieb ausgehandelt wurden, sind hinterlegt und sofort sichtbar. Kein E-Mail-Ping-Pong, keine Wartezeit auf die Preisliste. Wie sich der gesamte Ablauf dahinter strukturieren lässt, zeigt der Beitrag zum B2B-Angebotsprozess in fünf Schritten.

Geschäftlicher Nutzen

Einkäufer, die Preise und Verfügbarkeiten selbst prüfen können, fragen häufiger und schneller ab. Das erhöht die Bestellfrequenz. Gleichzeitig entlastet es den Innendienst von Routineanfragen, die bisher telefonisch oder per E-Mail beantwortet werden mussten.

Routine 2: Bestellungen aufgeben und verwalten

Das Problem beim Kunden

Bestellungen per Fax, Telefon oder E-Mail bedeuten für den Einkäufer: Artikelnummern suchen, Mengen prüfen, Formulare ausfüllen, Bestätigungen abwarten. Fehler entstehen beim Abtippen. Korrekturen kosten weitere Runden.

Was das Kundenportal übernimmt

Ein B2B Kundenportal ermöglicht es, Bestellungen direkt aus dem System aufzugeben. Frühere Bestellungen lassen sich als Vorlage wiederverwenden, wie es der Beitrag zu Nachbestellung und Bestellhistorie im Detail beschreibt. Genehmigungsworkflows, also interne Freigabeschritte, die in vielen Unternehmen Pflicht sind, können direkt im Portal abgebildet werden. Den Bestellprozess zu automatisieren bedeutet hier: weniger manuelle Eingaben, weniger Fehlerquellen, schnellere Abwicklung.

Geschäftlicher Nutzen

Wenn das Nachbestellen so einfach ist wie das Klicken auf „Erneut bestellen", sinkt die Hemmschwelle. Kunden bestellen regelmäßiger und in kleineren, planbareren Mengen. Das stabilisiert den Umsatz und reduziert Lagerrisiken auf beiden Seiten.

Routine 3: Bestellstatus und Liefertermine verfolgen

Das Problem beim Kunden

„Wo ist meine Bestellung?" ist eine der häufigsten Fragen im Innendienst jedes Lieferanten. Für den Einkäufer ist das Anrufen oder Mailen keine Lösung, sondern ein Zeitverlust. Für den Innendienst des Lieferanten ist es Aufwand, der keinen Umsatz bringt.

Was das Kundenportal übernimmt

Die aktuelle Statusanzeige einer Bestellung direkt im Portal macht diesen Anruf überflüssig. Der Einkäufer sieht, ob die Ware in der Produktion ist, beim Versanddienstleister liegt oder bereits unterwegs ist. Liefertermine sind sichtbar, Verzögerungen werden proaktiv kommuniziert. Worauf es bei der Auftragsverfolgung im Kundenportal ankommt, etwa bei Teillieferungen, ist ein eigenes Thema.

Geschäftlicher Nutzen

Weniger Statusanfragen bedeuten direkt weniger Aufwand im Innendienst. Ein erheblicher Teil der eingehenden Kundenanrufe betrifft reine Statusinformationen. Wer diese Information digital bereitstellt, spart Kapazitäten, die anderswo sinnvoller eingesetzt werden können. Gleichzeitig steigt die wahrgenommene Verlässlichkeit beim Kunden.

Routine 4: Rechnungen und Belege verwalten

Das Problem beim Kunden

Rechnungen kommen per Post, per E-Mail oder aus verschiedenen Systemen. Die Buchhaltung braucht den Originalbeleg, der Einkäufer sucht die Bestellnummer, der Projektleiter will wissen, welcher Auftrag dahintersteht. Das kostet Zeit und führt zu internen Rückfragen.

Was das Kundenportal übernimmt

Im Portal sind alle Rechnungen und Lieferscheine zentral abrufbar, gefiltert nach Zeitraum, Projekt oder Kostenstelle. Der Einkäufer lädt herunter, was er braucht, ohne eine Anfrage stellen zu müssen. Den B2B-Einkauf zu digitalisieren bedeutet hier: Belege sind immer verfügbar, strukturiert und durchsuchbar.

Geschäftlicher Nutzen

Weniger Beleganfragen entlasten die Buchhaltung und den Kundendienst des Lieferanten. Für den Kunden entfällt ein lästiger Verwaltungsschritt. Das klingt unspektakulär, ist aber ein häufig genannter Grund, warum Einkäufer Lieferanten bevorzugen, bei denen die Abwicklung einfach funktioniert.

Routine 5: Produktinformationen und Dokumentation abrufen

Das Problem beim Kunden

Technische Datenblätter, Sicherheitsinformationen, Zertifikate, Maßzeichnungen: Wer im B2B einkauft, braucht diese Unterlagen regelmäßig. Oft landen Anfragen beim Außendienst oder im Kundendienst, weil die Informationen nicht zentral zugänglich sind.

Was das Kundenportal übernimmt

Produktbezogene Dokumente sind direkt am Artikel hinterlegt und jederzeit abrufbar. Aktualisierungen werden automatisch eingespielt. Der Einkäufer findet das aktuelle Datenblatt, ohne eine E-Mail schreiben zu müssen. Welche Zertifikate, Datenblätter und CAD-Daten dabei wirklich hinterlegt sein sollten, hängt von der Branche ab.

Geschäftlicher Nutzen

Für technisch erklärungsbedürftige Produkte, also genau die Produktkategorien, die im Mittelstand häufig vorkommen, ist dieser Self-Service ein erheblicher Zeitgewinn. Er beschleunigt die interne Freigabe beim Kunden und damit den gesamten Beschaffungszyklus. Kundenbindung im B2B entsteht oft nicht durch spektakuläre Gesten, sondern durch zuverlässige Prozesse, die reibungslos funktionieren.

Welche Routine zuerst?

Nicht jedes Unternehmen muss alle fünf Bereiche gleichzeitig angehen. Die sinnvolle Reihenfolge richtet sich nach dem größten Schmerzpunkt beim Kunden. Eine einfache Orientierung:

  • Gibt es viele Statusanfragen im Innendienst? Dann ist die digitale Auftragsverfolgung der schnellste Hebel.

  • Häufen sich Beleganfragen in der Buchhaltung? Dann lohnt das digitale Dokumentenarchiv zuerst.

  • Ist die Bestellfrequenz niedrig, obwohl der Bedarf da wäre? Dann senkt die vereinfachte Bestellaufgabe die Hemmschwelle.

Der Einstieg muss nicht perfekt sein. Er muss anfangen. Ein funktionierendes Grundportal mit zwei oder drei dieser Routinen schafft bereits messbare Entlastung, bevor weitere Funktionen folgen. Entscheidend ist danach, dass die Kunden das Portal auch tatsächlich nutzen: Wie sich die Adoption im B2B-Kundenportal steigern lässt, ist ein eigener Erfolgsfaktor.

Fazit: Wer die Arbeit des Einkäufers erleichtert, wird bevorzugt

Die 53,6 Prozent aus der B2B-Commerce-Studie 2026 sind kein abstraktes Effizienzproblem. Sie beschreiben den Alltag von Einkäufern, die täglich zwischen Telefon, E-Mail und Tabellenkalkulation wechseln, um bei Lieferanten zu bestellen, die diesen Aufwand noch nicht digitalisiert haben.

Ein B2B Kundenportal löst dieses Problem nicht durch Technologie um der Technologie willen, sondern durch einen klaren Nutzen: Der Einkäufer spart Zeit, der Innendienst des Lieferanten wird entlastet, und die Geschäftsbeziehung wird stabiler, weil sie reibungsloser funktioniert. Das ist Kundenbindung, die sich in Bestellfrequenz, Wiederkaufrate und Weiterempfehlung messen lässt.

Hersteller und Großhändler, die das verstehen, haben einen Vorteil. Nicht weil sie mehr Technologie einsetzen, sondern weil sie ihren Kunden weniger Arbeit machen.

Über diesen Beitrag:

Kategorie:

Schneller Markteintritt
- erste Verkäufe nach nur 6 Wochen

B2B Kundenportal

B2B Kundenportal

Veröffentlicht am:

Schneller Markteintritt
- erste Verkäufe nach nur 6 Wochen

Autor/in:

Name:

Schneller Markteintritt
- erste Verkäufe nach nur 6 Wochen

Holger Lentz

Holger Lentz

Weitere interessante Beiträge

Lassen Sie sich direkt beraten:

Schneller Markteintritt - erste Verkäufe nach nur 6 Wochen

Schneller Markteintritt
- erste Verkäufe nach nur 6 Wochen

Planbare Fixkosten - keine Stundenzettel, keine Nachträge

Planbare Fixkosten
- keine Stundenzettel, keine Nachträge

Messbare Ergebnisse - kontinuierliche Optimierung

Messbare Ergebnisse
- kontinuierliche Optimierung

Kontakt aufnehmen

Starten Sie jetzt Ihr digitales Wachstum.

Ob Klarheit, Wachstum oder Transformation: Wir begleiten Sie von der Roadmap bis zum Betrieb. Senden Sie uns kurz Ihr Anliegen und wir schlagen die nächsten Schritte vor.

Lassen Sie uns sprechen:

Füllen Sie das Formular aus und wir besprechen, wie wir Ihr Unternehmen mit einer passenden Lösung unterstützen. Wir melden uns kurzfristig mit einem konkreten nächsten Schritt.

Telefon

+49 221 670 56 00

Mo–Fr, 9–18 Uhr

E-Mail

hallo@commerce-partner.com

Antwort innerhalb 1 Werktag

Standorte

Pilgrimstraße 6, 50674 Köln · Schenkkade 50, 2595 AR Den Haag

Für einen Termin vor Ort genügt eine kurze Nachricht im Formular

Logo Commerce Partner – E-Commerce Beratung und digitale Vertriebsstrategien

Unverbindliches Erstgespräch buchen

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Commerce Partner darf Sie per E-Mail oder telefonisch zur Terminvereinbarung oder zu Marketingzwecken kontaktieren.

Kontakt aufnehmen

Starten Sie jetzt Ihr digitales Wachstum.

Ob Klarheit, Wachstum oder Transformation: Wir begleiten Sie von der Roadmap bis zum Betrieb. Senden Sie uns kurz Ihr Anliegen und wir schlagen die nächsten Schritte vor.

Lassen Sie uns sprechen:

Füllen Sie das Formular aus und wir besprechen, wie wir Ihr Unternehmen mit einer passenden Lösung unterstützen. Wir melden uns kurzfristig mit einem konkreten nächsten Schritt.

Telefon

+49 221 670 56 00

Mo–Fr, 9–18 Uhr

E-Mail

hallo@commerce-partner.com

Antwort innerhalb 1 Werktag

Standorte

Pilgrimstraße 6, 50674 Köln · Schenkkade 50, 2595 AR Den Haag

Für einen Termin vor Ort genügt eine kurze Nachricht im Formular

Logo Commerce Partner – E-Commerce Beratung und digitale Vertriebsstrategien

Unverbindliches Erstgespräch buchen

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Commerce Partner darf Sie per E-Mail oder telefonisch zur Terminvereinbarung oder zu Marketingzwecken kontaktieren.

Kontakt aufnehmen

Starten Sie jetzt Ihr digitales Wachstum.

Ob Klarheit, Wachstum oder Transformation: Wir begleiten Sie von der Roadmap bis zum Betrieb. Senden Sie uns kurz Ihr Anliegen und wir schlagen die nächsten Schritte vor.

Lassen Sie uns sprechen:

Füllen Sie das Formular aus und wir besprechen, wie wir Ihr Unternehmen mit einer passenden Lösung unterstützen. Wir melden uns kurzfristig mit einem konkreten nächsten Schritt.

Telefon

+49 221 670 56 00

Mo–Fr, 9–18 Uhr

E-Mail

hallo@commerce-partner.com

Antwort innerhalb 1 Werktag

Standorte

Pilgrimstraße 6, 50674 Köln · Schenkkade 50, 2595 AR Den Haag

Für einen Termin vor Ort genügt eine kurze Nachricht im Formular

Logo Commerce Partner – E-Commerce Beratung und digitale Vertriebsstrategien

Unverbindliches Erstgespräch buchen

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Commerce Partner darf Sie per E-Mail oder telefonisch zur Terminvereinbarung oder zu Marketingzwecken kontaktieren.