Nachbestellung und Bestellhistorie im B2B Kundenportal: So bestellen Ihre Kunden schneller wieder
Im B2B werden viele Bestellungen nicht neu zusammengestellt, sondern wiederholt. Stammartikel, regelmäßige Bedarfe, saisonale Nachkäufe. Trotzdem passiert in vielen Unternehmen das Gegenteil: Einkäufer suchen alte E Mails, wühlen sich durch PDFs oder rufen an, weil sie eine frühere Bestellung nicht schnell genug finden.
Eine saubere Bestellhistorie im Kundenportal löst genau dieses Problem. Kunden finden frühere Bestellungen in Sekunden und können sie direkt nachbestellen. Das spart Zeit, reduziert Rückfragen und erhöht Wiederkäufe.
Kurz erklärt: Nachbestellung bedeutet, dass Kunden frühere Bestellungen im Portal wiederholen können, inklusive Artikelpositionen, Mengen und Lieferadressen. Eine gute Bestellhistorie macht das schnell und nachvollziehbar.
Warum Nachbestellung im B2B so wichtig ist
Für Hersteller und Großhändler ist Wiederbestellung einer der stärksten Hebel im digitalen Vertrieb. Viele Kunden kaufen regelmäßig ähnliche Warenkörbe, aber der Prozess ist oft unnötig umständlich.
Typische Situationen:
Der Einkauf benötigt dieselben Artikel wie letzten Monat
Ein Standort will nachbestellen, kennt aber die Artikelnummern nicht
Die Buchhaltung fragt nach dem Beleg und der Einkauf nach der Bestellung
Der Außendienst soll schnell eine Bestellung auslösen, ohne lange zu suchen
Wenn Nachbestellung im Portal nicht funktioniert, wandert der Kunde zurück zu E Mail und Telefon.
Was eine gute Bestellhistorie im Kundenportal können muss
Eine Bestellhistorie ist nicht nur eine Liste. Sie ist das zentrale Werkzeug für Wiederbestellungen, Transparenz und Self Service.
1. Schnelle Suche und sinnvolle Filter
Kunden müssen Bestellungen schnell finden, auch wenn sie nicht mehr wissen, wann genau bestellt wurde.
Wichtig sind Filter nach:
Zeitraum
Bestellnummer
Artikelnummer oder Artikelname
Standort oder Lieferadresse
Status, offen, geliefert, storniert
2. Klarer Bestellstatus und Lieferstatus
Kunden wollen nicht raten, ob eine Bestellung schon ausgeliefert wurde.
Sinnvoll sind:
Bestellstatus
Lieferstatus inklusive Teillieferungen
Tracking Links, wenn vorhanden
3. Nachbestellung mit einem Klick
Der Kern: Aus einer früheren Bestellung wird schnell eine neue.
Dazu gehört:
Positionen übernehmen
Mengen anpassen
Lieferadresse wählen
Hinweis, wenn Artikel nicht mehr verfügbar sind
4. Varianten und Ersatzprodukte sauber behandeln
Im Alltag ändern sich Artikel, Verpackungseinheiten oder Nachfolgeprodukte.
Eine gute Nachbestellung zeigt:
Artikel nicht verfügbar, Alternative vorhanden
Nachfolgeartikel statt Altartikel
Einheit hat sich geändert, klarer Hinweis
5. Verknüpfung mit Belegen
Bestellung und Beleg gehören zusammen. Sonst entstehen wieder Rückfragen.
Ideal ist:
Rechnung, Lieferschein und Gutschrift direkt an der Bestellung
Download mit wenigen Klicks
Suchlogik, die Belege und Bestellungen verbindet
Nachbestellung in der Praxis: Drei bewährte Varianten
Nicht jeder Kunde arbeitet gleich. Deshalb lohnt es sich, mehrere Wege zur Wiederbestellung anzubieten.
Wiederbestellung aus der Bestellhistorie
Der Standardfall: Kunde öffnet eine alte Bestellung und bestellt erneut.
Vorlagen und Favoritenlisten
Für regelmäßige Warenkörbe lohnt sich eine Vorlage:
pro Standort
pro Abteilung
pro Projekt
Wiederbestellung aus Schnellbestellung und Bestelllisten
Viele Einkäufer arbeiten mit Listen. Wenn Bestelllisten gespeichert werden können, entsteht ein sehr schneller Wiederbestellprozess. Hier können Sie mehr zu Schnellbestellung und Bestelllisten lesen.
Typische Stolpersteine und wie Sie sie vermeiden
Historie ist unvollständig
Wenn nicht alle Bestellungen sichtbar sind, verliert das Portal Vertrauen. Klären Sie, welche Datenquelle zählt und wie weit die Historie zurückreichen soll.
Bestellungen sind nicht sauber den Standorten zugeordnet
Ohne Standortlogik sehen Nutzer zu viel oder zu wenig. Das Rollen und Rechtekonzept muss zur Bestellhistorie passen. Hier können Sie mehr zu Bestellfreigabe lesen.
Nachbestellung führt zu Fehlern bei Einheiten und Mengen
Wenn Verpackungseinheiten nicht klar sind, entstehen falsche Warenkörbe. Zeigen Sie Einheiten verständlich an und prüfen Sie Mindestmengen.
Artikel sind nicht mehr verfügbar
Wenn Artikel fehlen, braucht es klare Hinweise und Alternativen, sonst endet der Prozess im Telefonat.
Umsetzung in der Praxis:
So führen Sie Nachbestellung sinnvoll ein
Kundengruppen analysieren
Welche Kunden bestellen regelmäßig, welche Standorte gibt es, wie sehen typische Warenkörbe aus
Daten und Historie klären
Welche Bestellungen sollen sichtbar sein, wie weit zurück, welche Status
Rollen und Rechte festlegen
Wer sieht welche Bestellungen, wer darf nachbestellen, wer darf Belege sehen
UX testen
Mit echten Bestellungen, echten Filtern und typischen Suchfällen
Pilotkunden starten
Feedback sammeln und die Filter und Nachbestelllogik optimieren
Checkliste: Ist Ihr Kundenportal bereit für Nachbestellung
Kunden haben viele wiederkehrende Bestellungen
Bestellungen sind sauber nach Standort oder Abteilung zugeordnet
Suche und Filter sind sinnvoll und schnell
Nachbestellung übernimmt Positionen und Mengen zuverlässig
Alternativen und Nachfolgeartikel sind abbildbar
Belege sind direkt an Bestellungen verknüpft
Fazit
Eine gute Bestellhistorie und Nachbestellung sind im B2B einer der größten Self Service Hebel. Kunden sparen Zeit, Ihr Innendienst wird entlastet und Wiederbestellungen werden wahrscheinlicher. Entscheidend ist, dass Suche, Filter, Status und Belege zusammen funktionieren.
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Weitere passende Beiträge:
FAQ: Häufige Fragen zur Nachbestellung im B2B Kundenportal
Was ist Nachbestellung im B2B Kundenportal
Nachbestellung bedeutet, dass Kunden frühere Bestellungen im Portal wiederholen können, inklusive Artikelpositionen, Mengen und Lieferadressen.
Wie weit sollte eine Bestellhistorie zurückreichen
Das hängt vom Geschäft ab. Für viele Hersteller und Großhändler sind 12 bis 24 Monate ein sinnvoller Start, wenn die Daten verfügbar sind.
Wie verhindert man Fehlbestellungen bei Wiederbestellung
Durch klare Einheiten, Mindestmengen, Hinweise bei geänderten Artikeln und eine Validierung im Warenkorb vor dem Absenden.
Wer darf Bestellungen im Kundenkonto sehen
Das regelt das Rollen und Rechtekonzept. Häufig wird nach Standort, Abteilung oder Kostenstelle getrennt.
Wie hängen Bestellhistorie und Belege zusammen
Idealerweise sind Rechnungen, Lieferscheine und Gutschriften direkt an der Bestellung verfügbar. Das reduziert Rückfragen und spart Zeit.










