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Google Ads 2026: 5 Einstellungen, die B2B-Budgets still verteuern

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Ein mittelständischer Maschinenzulieferer schaltet Google Ads seit Jahren mit demselben Tagesbudget, denselben Zeiten, demselben Ziel-CPA. Niemand hat etwas geändert. Trotzdem steigen die Kosten pro Anfrage seit dem Sommer 2026 spürbar. Kein Fehler im Konto, kein Klick auf die falsche Einstellung. Der Grund liegt in zwei Systemänderungen, die Google still eingeführt hat, und in drei weiteren Einstellungen, die in B2B-Konten regelmäßig übersehen werden.

Warum Google Ads 2026 für B2B-Kampagnen teurer wird

Seit dem 1. Juni 2026 verteilt Google bei Kampagnen mit Werbezeitplaner das volle Monatsbudget (Tagesbudget x 30,4) auf die tatsächlich aktiven Zeiten. Wer Anzeigen nur von Montag bis Freitag zu Geschäftszeiten ausspielt, zahlt seitdem deutlich mehr, ohne dass sich an den Einstellungen etwas geändert hat. Laut einer Analyse der Agentur Calvarius kann das bei typischen B2B-Setups mit Geschäftszeiten zu 55 bis 70 Prozent höheren Ausgaben führen.

Noch folgenreicher für Hersteller und Großhändler ist die zweite Änderung: Seit dem 17. August 2026 liefern budgetbegrenzte Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS konsequent auf den eingestellten Zielwert, nicht mehr auf die tatsächlich erreichte, oft deutlich bessere Ist-Leistung. Googles eigenes Rechenbeispiel macht das konkret: Wer einen Ziel-CPA von 10 eingestellt hat, bisher aber tatsächlich 5 pro Conversion erreichte, landet künftig näher an 10. Die Kosten steigen, ohne dass jemand im Konto aktiv geworden ist (Quelle: Google-Ads-Hilfe).

Das zentrale Problem: stille Kostentreiber im B2B-Konto

Beide Änderungen treffen B2B-Kampagnen besonders hart, weil dort Werbezeitplaner und Ziel-CPA-Strategien zum Standardaufbau gehören. Wer Anzeigen nur während der Geschäftszeiten ausspielt, weil Anfragen außerhalb nicht bearbeitet werden, hat genau das Setup, das von der Budgetänderung am stärksten betroffen ist.

Dazu kommen drei weitere Einstellungen, die in der Praxis regelmäßig Kosten verursachen, ohne dass dies auf den ersten Blick sichtbar ist.

Erstens: Der Ziel-CPA ist nicht an die Ist-Leistung angepasst. Wer seit Monaten deutlich unter dem eingestellten Zielwert liegt, hat seit dem 17. August 2026 keinen Puffer mehr. Smart Bidding steuert jetzt auf den eingestellten Wert.

Zweitens: Google optimiert auf Formularabsendungen statt auf echte Aufträge. Wer keine Offline-Conversions aus CRM oder ERP zurückspielt, gibt dem Algorithmus das falsche Signal. Das Ergebnis sind viele Kontakte, aber wenige qualifizierte Anfragen. Warum das so viel ausmacht, zeigt unser Beitrag zur Marketing-Attribution im B2B.

Drittens: Tagesbudgets wurden nie an die neue Verteillogik angepasst. Wer das Tagesbudget bisher bewusst höher angesetzt hatte, weil das System ohnehin weniger ausgab, zahlt seit Juni 2026 das volle Monatsbudget. Die bisherige stille Reserve ist weggefallen.

Fünf Stellschrauben, die Sie jetzt im Google-Ads-Budget prüfen sollten

Die gute Nachricht: Alle fünf Kostentreiber lassen sich mit gezielten Anpassungen beheben. Commerce Partner empfiehlt mittelständischen Herstellern und Großhändlern folgende Schritte.

  • Tagesbudget neu berechnen: Teilen Sie Ihr gewünschtes Monatsbudget durch 30,4. Das ist das Tagesbudget, das Google vollständig ausschöpft. Wer das nicht anpasst, gibt unbeabsichtigt mehr aus als geplant.
  • Ziel-CPA an die Ist-Leistung angleichen: Prüfen Sie, welchen CPA Ihre Kampagnen in den letzten 90 Tagen tatsächlich erreicht haben. Liegt der Ist-Wert deutlich unter dem Ziel, setzen Sie den Ziel-CPA auf den realen Wert. So bleibt Smart Bidding auf dem Niveau, das tatsächlich funktioniert.
  • Werbezeitplaner überprüfen: Fragen Sie sich, ob die Einschränkung auf Geschäftszeiten wirklich nötig ist. Wenn Anfragen außerhalb der Bürozeiten nicht bearbeitet werden können, bleibt der Zeitplaner sinnvoll. Dann muss aber das Tagesbudget entsprechend sinken.
  • Offline-Conversions aus CRM oder ERP zurückspielen: Wer auf Formularabsendungen optimiert, trainiert den Algorithmus auf das falsche Ziel. Echte Auftragsabschlüsse als Conversion-Signal verbessern die Kampagnensteuerung deutlich.
  • Kosten pro qualifizierter Anfrage monatlich kontrollieren: Nicht der Klickpreis entscheidet, sondern was eine tatsächlich verwertbare Anfrage kostet. Wer diesen Wert monatlich verfolgt, erkennt Kostendrift, bevor das Quartalsbudget aufgebraucht ist.

Typische Grundfehler, die schon vor diesen Änderungen Budget gekostet haben, finden Sie in unserem Beitrag Google Ads für B2B-Hersteller: 5 Fehler, die Budget verbrennen.

Fazit: Wer nichts ändert, zahlt mehr

Die Systemänderungen von Google im Jahr 2026 sind kein Fehler im Konto und kein vorübergehendes Problem. Sie verändern dauerhaft die Budgetverteilung und die Gebotslogik und verteuern typische B2B-Setups strukturell. Wer Ziel-CPA, Tagesbudget und Conversion-Signale jetzt nicht überprüft, gibt mehr aus und bekommt dafür nicht automatisch mehr qualifizierte Anfragen.

Commerce Partner analysiert im Rahmen unseres B2B-Marketings Ihr Konto und zeigt Ihnen konkret, welche Einstellungen Kosten verursachen und wie Sie das Google-Ads-Budget wieder auf ein sinnvolles Niveau bringen. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Strategiegespräch.

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